Servus in Österreich* Tourismus und "Home Art" |
*Motto der Fremdenverkehrswerbung |
| Die Wunschmaschine namens Fremdenverkehrsbroschüre hat in den Köpfen ganze Arbeit geleistet. Wer "Österreich" hört, denkt an schöne Klischees: die Salzburger Altstadt und Schloß Schönbrunn, winterliches Schifahren in den Bergen oder entspannte Sommerfrische auf dem Land. Andere, die lieber ans Essen denken, imaginieren sich ein Wiener Schnitzel oder einen Germknödel auf den Teller. Für andere Bilder sind da kaum mehr Hirnwindungen frei. Erst nachdem das Geschäft mit den Urlaubern seit fünf Jahren so kraß stagniert, kann wieder darüber nachgedacht werden, ob denn das Österreich-Bild wirklich nur von Tourismus-Managern verwaltet werden darf. (Oder vom deutschen Kanzler Kohl, der mit seinem alljährlichen Familien/Streichelzoo-Foto vom Wolfgangsee das prägenste Medienecho im benachbarten Ausland erzielt.) Sollte man nicht vielmehr alle verfügbaren Fachleute mit diesem Projekt betrauen, also auch die Bild- und Mentalitätsprofis schlechthin, vulgo die Künstler, befragen? Wir haben bereits die Initiative ergriffen und einige Künstler besucht: Wie leben sie im Land und welche Image-Österreich-Bilder würden diese Profis wählen? | |
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