Gestaltung, Programmierung
massiv unsichtbar
erinnerungsprojekt des volkskundemuseum wien zum luftschutzbunker schönbornpark im 8. wiener gemeindebezirk, josefstadt
massiv unsichtbar, der projekttitel, bezieht sich auf die tatsache, dass der luftschutzbunker aus dem 2. weltkrieg im schönbornpark trotz seiner massivität und faktischen unzerstörbarkeit von parkbesucherinnen und passanten kaum wahrgenommen wird.
im lauf der jahre haben sich schichten über das gebäude gelegt, die es quasi zum verschwinden gebracht haben: grünbewuchs entlang der mauern und um das gebüde herum, die anlagen von kinder- und jugendspielplätzen seitlich des bunkers und am flachdach, sowie buntheit in wechselnder vielfalt durch die zahlreichen graffitis auf allen freien flächen.
mit einem auftrag der kulturkommission josefstadt, den bunker zu kontextualisieren, hat das volkskundemuseum ein konzept für das erinnerungsprojekt ausgearbeitet und in detailierter recherche geschichte und gegenwart aufgearbeitet.
baulich wurde den bestehenden schichten eine neue hinzugefügt, die mit interventionen an verschiedenen stellen aufmerksamkeit und interesse wecken soll: eine frei stehende stele informiert auf deutsch und englisch über errichtung und funktion des bunkers, berichtet von diversen überlegungen der nutzung nach kriegsende, sowie über das projekt massiv unsichtbar selbst und bietet über einen qr-code die verbindung zur projekt-website an.
die handläufe der treppen zum bunkerdach wurden in der projektfarbe gestrichen und leiten zu zwei brüstungsschildern: eines der schilder veranschaulicht den besucher:innen, die am bunkerdach stehen, sein innenleben anhand des gebäude-grundrisses. auf der anderen seite gibt eine soundinstallation akustisch einen hinweis auf die praxis während des krieges, wo im radio ein kuckuck einen bevorstehenden alarm angekündigt hat.
die ergebnisse der recherchen werden auf der website präsentiert: die historische aufarbeitung anhand wissenschaftlich fundierter texte und videointerviews mit experten der weltkriegsgeschichte. ergänzend dazu kann man bild- und planmaterial sowie tondokumente aus verschiedenen archiven einsehen.
den abschluß bildet ein blick nach vorne und widmet sich der frage, wie mit dem massiven bau umgegangen werden soll. erklärtes ziel ist eine öffnung des bunkers mit einer zeitgemäßen und friedensbasierten nutzung für interessierte bewohner:innen der stadt.
das volkskundemuseum stellt im park gratis w-lan zur verfügung, interessierte besucher:innen können so über die bei allen baulichen interventionen angegebenen qr-codes schnell auf die website mit ihrem umfangreichen material zugreifen.
erinnerungsprojekt des volkskundemuseum wien zum luftschutzbunker schönbornpark im 8. wiener gemeindebezirk, josefstadt
massiv unsichtbar, der projekttitel, bezieht sich auf die tatsache, dass der luftschutzbunker aus dem 2. weltkrieg im schönbornpark trotz seiner massivität und faktischen unzerstörbarkeit von parkbesucherinnen und passanten kaum wahrgenommen wird.
im lauf der jahre haben sich schichten über das gebäude gelegt, die es quasi zum verschwinden gebracht haben: grünbewuchs entlang der mauern und um das gebüde herum, die anlagen von kinder- und jugendspielplätzen seitlich des bunkers und am flachdach, sowie buntheit in wechselnder vielfalt durch die zahlreichen graffitis auf allen freien flächen.
mit einem auftrag der kulturkommission josefstadt, den bunker zu kontextualisieren, hat das volkskundemuseum ein konzept für das erinnerungsprojekt ausgearbeitet und in detailierter recherche geschichte und gegenwart aufgearbeitet.
baulich wurde den bestehenden schichten eine neue hinzugefügt, die mit interventionen an verschiedenen stellen aufmerksamkeit und interesse wecken soll: eine frei stehende stele informiert auf deutsch und englisch über errichtung und funktion des bunkers, berichtet von diversen überlegungen der nutzung nach kriegsende, sowie über das projekt massiv unsichtbar selbst und bietet über einen qr-code die verbindung zur projekt-website an.
die handläufe der treppen zum bunkerdach wurden in der projektfarbe gestrichen und leiten zu zwei brüstungsschildern: eines der schilder veranschaulicht den besucher:innen, die am bunkerdach stehen, sein innenleben anhand des gebäude-grundrisses. auf der anderen seite gibt eine soundinstallation akustisch einen hinweis auf die praxis während des krieges, wo im radio ein kuckuck einen bevorstehenden alarm angekündigt hat.
die ergebnisse der recherchen werden auf der website präsentiert: die historische aufarbeitung anhand wissenschaftlich fundierter texte und videointerviews mit experten der weltkriegsgeschichte. ergänzend dazu kann man bild- und planmaterial sowie tondokumente aus verschiedenen archiven einsehen.
den abschluß bildet ein blick nach vorne und widmet sich der frage, wie mit dem massiven bau umgegangen werden soll. erklärtes ziel ist eine öffnung des bunkers mit einer zeitgemäßen und friedensbasierten nutzung für interessierte bewohner:innen der stadt.
das volkskundemuseum stellt im park gratis w-lan zur verfügung, interessierte besucher:innen können so über die bei allen baulichen interventionen angegebenen qr-codes schnell auf die website mit ihrem umfangreichen material zugreifen.
auftraggeberin:
volkskundemuseum wien
idee, kuratierung, inhalt:
maria raid, magdalena puchberger
volkskundemuseum wien
experteninterview-partner:
nicole-melanie goll, historikerin
georg hoffmann, direktor heeresgeschichtliches museum (HGM) und luftkriegshistoriker
fotos interventionen im park:
kollektiv fischka/kramar © volkskundemuseum wien
architektin interventionen im park:
anja mönkemöller, mönkemöller und kreppel architekturbüro ZT
volkskundemuseum wien
idee, kuratierung, inhalt:
maria raid, magdalena puchberger
volkskundemuseum wien
experteninterview-partner:
nicole-melanie goll, historikerin
georg hoffmann, direktor heeresgeschichtliches museum (HGM) und luftkriegshistoriker
fotos interventionen im park:
kollektiv fischka/kramar © volkskundemuseum wien
architektin interventionen im park:
anja mönkemöller, mönkemöller und kreppel architekturbüro ZT














